prod: „Warten auf Godot“

Warten auf

Didi: Elisabeth Nitschke
Gogo: Franziska Barth
Pozzo: Martin Wohlgefahrt
Lucky: Peter Vollmer
Junge Frau: Anna Wegricht

Assistenzen & Ausstattung: Hanna Günther & Stephan Mahn
Regie: C.W.Olafson

eine Produktion des Greizer Theaterherbst e.V.

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Die Inszenierung zu „Warten auf Godot“ entstand mit der Titelnähe des Theaterherbstes „Glaube-Liebe-Hoffnung“ , verbunden mit dem Engagement des Festivalleiters Stefan Neugebauer, in einer Kirche spielen zu können, und somit sie als eine Erwachsenenwerkstatt zum XVIII. Greizer Theaterherbst kon­zipiert.

Die Besonderheit sollte in der Nutzung und Bespielung eines extravaganten Ortes bestehen: Die Kirche im Greizer Aubachtal.

Samuel Beckett verfasste „Warten auf Godot“ Ende der 1940er, verwirrte und begeisterte sein Publikum mit seiner Uraufführung im Jahre 1953 in Paris durch eine ganze Reihe von Absonderlichkeiten, die dieses Stück ausmachen. Es lässt sich weder in Raum und noch genau in eine Zeitkon­tiniutät einsortieren, es lässt sich kaum an klassische dramatur­gische Regeln anlegen. Strukturell betrachtet zeichnet sich das Stück durch zwei Akte aus, die sich gegeneinander spiegeln. Zudem ist im Stück nicht klar, wer Godot ist. Der bedeutsame Rest wird Symbol.

Die Konstellation „Warten auf Godot“ – Aubachtalkirche hatte für die Konzeption einige zwingende Grundüberlegungen zur Folge. Sie  fordert heraus, Bezüge zum Ort herzustellen über die religions-thematischen Bleifenster, dem festinstallierten Altar, ein nicht ignorierbarer Ort voller Symbole, Die Inszenierung sollte sich also an diesen Gegenheiten orientieren, in Verstärkung treten mit dem entstehenden Bühnenbild, gestreckt zur  Zeitlosigkeit und dem Entschweben der Figuren in eine verheißungsvolle Atmsphäre, in der die Frage tritt, ob Godot nun kommt oder nicht.In dieser Inszenierung wird nicht gewartet.

Diese Erwartung wird von Beginn des Stücks demontiert, man wartet darauf, dass gewartet wird, denn die fünf Figuren sind permanent und ausschließlich mit der Suche nach den Sinnen ihres Tuns beschäftigt. Das Warten ist voll mit Gedankensprüngen, mit Festhalten von Erinnerungen, da das nächste änhliche Ereignis in der Mühle der täglichen Wiederholungen kommt, welches aus nicht mehr besteht, als weiterhin auf diese Weise zu Warten…